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No Angels No Punkte

Für den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest wurde ja bekanntermaßen eine alternde "Mädchen"-Band reanimiert, mit einem Song, den Ralf Siegel nicht schlechter hätte schreiben können...

Aber erstmal eine Frage zum Titel: Wieso eigentlich Eurovison? Ich nehme mal stark an, dass "Euro" bezieht sich auf Europa, aber damit drängt sich die eine Frage auf:
Korrigiert mich ruhig wenn ich falsch liege, denn ich war nie gut in Erdkunde, aber seit wann liegen Länder wie Armenien, Aserbaidschan oder Israel eigentlich in Europa?
Lügt mein Dierke Weltatlas mir frech ins Gesicht? Habe ich etwa einen Weltkrieg nicht mitgerkiegt, der die europäischen Grenzen enorm erweitert hat? Einen großen Asteroideneinschlag, der die Lage der Kontinente verschoben hat?
Verwirrt dachte ich darüber nach, während Moderator Thomas Hermans schlechte Witze von sich gab und eine Schwester am Deutschen Katholikentag versuchte, hip rüberzukommen.
Den göttlichen Beistand, den sie live für die No Angels erbat, bekamen diese offensichtlich nicht. Vielleicht lag es am Namen, vielleicht fand Gott den Auftritt aber einfach auch genauso mies wie ich.

Und damit kommen wir nun mal zu den Kandidaten, die mir noch in Erinnerung geblieben sind. Und das sind nicht sehr viele, denn dieses Jahr war bedauerlich wenig Außergewöhnliches dabei. Das Übliche eben, herzzereißende Schnulzen und Brithney-Spears-Klone in knappen Glitzerkleidchen.

Erst mal zu "unserem" Beitrag (vor dem ich mich aus Scham distanziere): Die No Angels... no no no möchte man da schreien.. Den Titel ihres Liedchens, "Disappear", sollten sie nach diesem Auftritt besser wörtlich nehmen. 
Wie sie da so in ihren schrillen Kleidchen auf der Bühne...kann man das tanzen nennen?... naja, also als sie eben auf der Bühne waren, wünschte man sich nur, der Mensch, der die Windmaschine bediente, würde sie doch bloß ein kleines bißchen stärker aufdrehen, um dem Drama ein Ende zu bereiten. Weg von der Bühne, weg aus meinem Gedächtnis...
Ein ohnehin einfallsloses Lied ohne wahrnehmbare Melodie, dafür mit umsomehr platten Allerweltsfloskeln ("ooooh ich brauch dich so, warum bist du verschwunden lalala" ) auch noch dermaßen schief zu singen, machte den Auftritt nicht besser.
Liebe No Angels, ein schlechtes Lied auch noch schlecht zu singen, dass ist nicht so wie mit Minus x Minus = Plus. Schlecht und Schlecht ergibt UNGLAUBLICH SCHLECHT!
Die No Angels waren wohl die einzigen innerhalb der mir suspekten Grenzen Europas, die ihren Auftritt (laut eigener Aussage) super fanden.
Trotzdem verdienter letzter Platz.

Was gab es sonst noch?

-einen merkwürdigen fränzösischen Sänger(?), dessen Background-Tänzerinnen ebenso einen Vollbart trugen wie er selbst. Wieso sind eigentlich nicht Carla Bruni und Nikolas Sarkozy aufgetreten? Wo sind die beiden, wenn man sie mal braucht?

-Polen: ist das Donatella Versace?? Auf jeden Fall ein weiterer Beweis dafür, dass plastische und ästhetische Chirurgie nicht identisch sind.

-Kroatien schickt die Antwort auf Rapper 50 Cent- 75 Cent, ein alter Mann, der auf einem Grammophon scratcht. Interessant.

-Die Türkei gibt sich rockig und trifft damit schon eher meinen Geschmack und den des Puplikums. Guter Platz 7.

-Irgendwelche Piraten mit ohrwurmverdächtigem Lied. Die Nationialität ist mir nicht im Gedächtnis geblieben, allerdings werden grausige Erinnerungen an einen längst vergessenen DJ Bobo wach.

-Georgien versuchts mit einer Blinden. Die Mitleidsnummer zieht leider nicht, das hat Ralf Siegel mit Vanessa May auch schon versucht.
(Ob die Georgier eigentlich wissen, dass sie neuerdings Europäer sind?)

-Die griechische Antwort auf Britney Spears im knappen pinken Kleidchen, das im Laufe des Auftritts erstaunlicherweise noch knapper wird - Platz 3.
Gyros für alle!

-Serbien mit "Oro", zückt die Taschentücher, denn laut Moderator ist das der Name eines traditionellen serbischen Tanzes für den verstorbenen Bräutigam. Dabei drängen sich zwei Fragen auf:
1. Was ist eigentlich der Plural von Bräutigam?
2. Wieviele Bräutigamme(?) sterben denn so in Serbien, dass man offensichtlich extra einen eigenen Tanz dafür braucht?

-Und dann der Gewinner Russland. Ein Barfuß-Sänger, ein Schlittschuh-Läufer und ein Kerl mit einer Geige auf 3 Quadratmetern Kunsteis...Merkwürdig...
Wieder drängt sich mir eine Frage auf: Inwiefern würde es den Auftritt interessanter machen, wenn der Eiskunstläufer dem Sänger über die nackten Füße fahren würde? Ich will Action sehen!!! Langsam langweile ich mich wirklich. Es wird Zeit für die Abstimmung.

Nach sympathischer aber etwas langwieriger folkloristischer Einlage des Gastgeberlandes (im Hintergrund hüpfen von Kopf bis Fuß bemalte Frauen mit Bommeln auf dem Kopf durchs Bild), die altbekannte Punkteverteilung.

Russland erhält für die umfassende Wahrung von Meinungsfreiheit und Menschenrechten den ersten Platz. Und dafür, dass der Schlittschuhläufer kein blutiges Gemetzel an den Füßen des Sängers angerichtet hat.

Deutschland erhält 12 Punkte von Bulgarien. WIE BITTE??? Haben Bulgaren etwa keine Ohren? Keine Augen? Und keinen Geschmack? Was sind das für merkwürdige, geheimnisvolle Wesen?? 
Nein, die Erklärung ist ganz einfach: No Angel Lucy alias Pumuckel stammt aus Bulgarien und nicht aus Meister Eders Werkstatt wie man vielleicht meinen könnnte. Nicht der Musik-Geschmack, sondern der Nationalstolz hat gewählt.
Ansonsten, mal abgesehen von zwei mickrigen Trost-Punkten aus der Schweiz: Germany zero points. Zurecht!

Wenn man sich schon blamiert, dann doch bitte wenigstens mit Absicht! Also schicken wir doch nächstes Mal lieber wieder Guildo Horn.

Oder wir steigen einfach aus, wie es Österreich und Italien angesichts der Punkte-Schieberei zwischen den "Ostblockländern" schon getan haben. Das schützt uns wenigstens vor einer weiteren Blamage wie dieser.

26.5.08 01:56


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Gebratene Katze

Mein Mitbewohner isst gerade Döner. Ich kann ihn genüsslich schmatzen hören, die Alufoilie raschelt appetitlich vor sich hin, und der Duft nach Fleisch und Knoblauch lässt mir das Wasser im Mund zusammen laufen. Ich glaube, ich fange gleich an zu sabbern.
Heute ist Tag 4 meiner Nulldiät (bzw Tag Nummer 7, wenn man die beiden Fresstage mal außer Acht lässt)
Im Moment finde ich sogar, dass meine Katze gar nicht mal so unappetitlich aussieht, wie sie so daliegt, sich putzt und ihr Beinchen in die Luft streckt...Stellt man sich das ganze rasiert und gebraten vor, drängt sich irgendwie die Assoziation zu einem überdimensionalen Hähnchenschenkel auf.

Anstatt nach schmackhaften Katzenrezepten zu suchen, entschloss ich mich dann aber, das Internet lieber nach motivierenden Abnehm-Seiten zu durchforsten.
Da ich aber wie gesagt selten länger als 2 Wochen lang Disziplin aufbringen kann, und viel zu ungeduldig bin für eine dieser "gesunden Diäten" mit monatelanger Ernährungsumstellung, stieß ich unweigerlich auf diese Pro-Ana-Seiten.
Für alle, denen das kein Begriff ist: kurz gesagt, Ana ist eine Abkürzung für Anorexie, also Pro Ana ="Pro Magersucht", wobei diese weniger als Krankheit sondern eher als Lifestyle angesehen wird.

Da dies nicht die erste Diät meines Lebens ist, ist es natürlich schon Jahre her, dass ich zum ersten Mal auf eine dieser Seiten stieß, auf denen man zweifellos die effektivsten (und vermutlich auch ungesündesten) Abnehm-Tipps findet. Mit den Worten einer Pro-Ana-Seite: "dünn sein ist wichtiger als gesund sein" bzw. "Es geht nicht länger darum gesund zu bleiben - es geht darum eine Krankheit zu finden, die du magst!"

Da die großen Suchmaschinen und Internetanbieter wie Yahoo, MSN oder MySpace dazu übergegangen sind, ihnen bekannte Pro-Ana-Seiten aus dem Netz zu nehmen, war es für mich diesmal schon wesentlich schwieriger, entsprechende Seiten zu finden als vor einigen Jahren. Und ich habe den Eindruck, dass diese auch nicht mehr ganz so radikal sind. Den "Brief von Ana", ein ewig langer Text, der einem einredet, wie fett, undiszipliniert und schwach man doch sei, wenn man auch nur an Essen denkt, war früher, soweit ich mich erinnere, zentraler Bestandteil jeder dieser Seiten aber diesmal fand ich ihn auf keiner einzigen.

Auch die "Thinspirations" -nettes Wortspiel finde ich übrigens- zeigen heute im Gegensazt zu früher eher sehr schlanke Frauen a la Victoria Beckham oder Paris Hilton, und keine wirklichen Skelette mehr.

Sicherlich gibt es noch tausende Seiten, bestimmt auch einige genauso radikal wie vor ein paar Jahren, die eben nur nicht mehr in den Suchmaschinen gelistet werden. Allein bei Myblog.de sind mindestens 2 Pro-Ana-Seiten in den Top 100 der meistgelesenen Blogs...

Und sind diese Seiten wirklich so gefährlich dass sie gelöscht werden müssen? Ich denke ich bin mit meinen 23 Jahren ungefähr 10 Jahre zu alt, um noch ernsthaft in die Gefahr einer Magersucht zu geraten. Abgesehen davon esse ich viel zu gern und bin wie gesagt schrecklich undiszipliniert.
Allerdings muss ich sagen, wenn man den ganzen Tag durch diese Seiten surft und diese Hirnwäsche über sich ergehen lässt, sich die Thinspirations anschaut und feststellt, dass man selbst ungefähr 1000x fetter ist als all die hübschen Mädchen mit ihren winzigen Apfel-Popöchen und dazu ständig mit Sprüchen bombardiert wird, wie "Du bist kein Sklave deines Körpers, du musst seinen Bedürfnissen nicht nachgeben!", "Ein unperfekter Körper zeigt dir eine unperfekte Person", "Dünn ist schön - aber noch dünner ist Perfektion!", "Der Unterschied zwischen Wollen und Brauchen ist Selbstkontrolle!" ... blablabla...
 
Natürlich motiviert einen das und hält einen davon ab, seine Katze zu braten.

Allerdings weiß ich, dass bei mir, im Gegensatz zu so manch anderer, nicht die Gefahr besteht, wirklich an Magersucht zu erkranken. Für mich ist es nur eine kurzfristige Motivation, um zu verhindern, meinen Mitbewohner für einen Döner k.o. zu schlagen. Motivation. Mehr nicht.
Und genau aus diesem Grund beherrsche ich mich jetzt und steige wieder fleißig auf meinen Stepper.

Ich bin schon zu weit gekommen, um mir jezt von einem Döner Befehle erteilen zu lassen.

24.5.08 00:20


Fazit Woche 1 meiner Diät

Als ich heute morgen aufgewacht bin, wusste ich das die Stunde der Wahrheit nun gekommen war. Ich musste meinem Feind gegenüber treten. Die Waage und ich, Angesicht zu Angesicht.
Ich zog mich aus, sogar die Unterwäsche, obwohl mir die Schwachsinnigkeit dieses Handelns durchaus bewusst war, denn meine Waage verfügt sowieso nur über eine Anzeige in 0,5 kg Schritten. Egal, auch wenn mein BH sicherlich kein halbes Kilo wiegt, jedes Gramm zählt.
Ich tippte sie mit einem Fuß an und ihr fieses rotes Display grinste mir siegessicher ins Gesicht. Ich nahm meinen Mut zusammen und trat mit beiden Beinen auf meinen Feind, mit dem Bewusstsein, dass mir das Ergebnis den Tag genauso gut komplett versauen wie auch mich vor Freude an die Decke springen lassen konnte.

Nichts von beidem trat ein. Nach einer Woche eiserner Disziplin (mit Unterbrechungen) hatte ich nun genau 3 Kilo verloren,
Ich weiß, 3 kilo sind nicht schlecht für eine Woche, allerdings wäre das Ergebnis ohne meine Fressorgien sicher noch positiver ausgefallen und das trübte meine Laune.

Und besonders viel besser ist sie immer noch nicht. Mein Magen knurrt nach 3 Tagen strikter Nulldiät lauter als jeder tollwütige Hund und als ich heute bei der Post war, drehte sich sogar jemand nach einem besonders unüberhörbaren Magengrummeln nach mir um und schaute mich ziemlich überrascht und verwirrt an. Ich glaube der Mann hätte  wirklich einen wütenden Hund erwartet.
Ich fühle mich wie ein Dritte-Welt-Kind.
Und wie Pudding. Als ich gestern abend, wie jeden Donnerstag, Germanys next Topmodel schauen wollte, packte mich beim Anblick dieser perfekten Körper das schlechte Gewissen und schleifte mich auf den Stepper. Und ich steppte und steppte, als ob es um mein Leben ginge. Ich war überrascht von uns beiden, von mir und meiner Raucherlunge, dass wir es so lange aushielten, nämlich beinahe 40 Minuten. An meinem ersten Stepper-Tag fiel ich nach nicht einmal 5 Minuten in einen komatösen Zustand und das ist gerade mal eine Woche her. Erstaunlich wie schnell man Erfolge sieht.
Als ich aber schätungsweise den durchschnittlichen Wasserverbrauch einer Großstadt aus mir herausgeschwitzt hatte und ich das Gefühl hatte, kurz vorm plötzlichen Herztod zu stehen, beschloss ich, Topmodel von der Couch aus weiter zu sehen und mein Gewissen gab auch endlich Ruhe. Allerdings nur mein Gewissen, denn meine Oberschenkel-Muskeln schreien heute noch vor Schmerz.
Ich fühle mich als wären meine Beine zwei dicke Schläuche Pudding-gefüllter Haut. Es kommt mir vor als ob sie bei jedem Schritt davon schwabbeln. Ich glaube sie sind sauer über diese ganzen Steppereien, streiken und weigern sich, mich weiter als ein paar Meter zu tragen.

Naja, ich denke wenn man von der Diät nichts merkt, ist sie auch nicht streng genug. Also freue ich mich weiter darüber, dass mein Bauch klingt, als hätte ich ein knurrendes Tier verschluckt und lasse meine Beine Pudding sein.

Auf die nächsten 3 Kilo!

23.5.08 14:29


Der unendliche Affe

Ich muss sagen, ich fühle mich unter Druck gesetzt!
Also bitte, mein Blog hat bisher gerade mal drei mickrige Einträge zu bieten und schon habe ich täglich meiner Meinung nach erstaunlich viele Leser und sogar Abonnenten... Abonnenten...
Das ist natürlich erfreulich, zumindest vermute ich das, aber genau deshalb muss ich euch fragen: Kennt ihr das "Infinite monkey theorem"?

Dieses Theorem stammt aus der Wahrscheinlichkeitstheorie (igitt, Mathe, ich weiß...) und besagt, dass ein Affe, der unendlich lange auf einer Schreibmaschine herumtippt, irgendwann zufällig sämtliche Werke der Bibliothèque nationale de France geschrieben haben wird.

Wer weiß ob ich nicht ebenso ein Affe bin, der durch stupides auf die Tastatur hauen zuällig einige offenbar lesenswerte Einträge zustande gebracht hat...?

 

22.5.08 12:50


Das Folterinstrument

Bisher habe ich exzessiv und voller Hingabe folgende Extremsportarten betrieben:
- Kettenrauching für Fortgeschrittene
- Extreme-auf-der-Couch-lieging
- und Autofahring-auch-für-extrem-kurze-Strecken

Da die Natur es aber leider so eingerichtet hat, dass mich meine heiß geliebten Extremsportarten meiner Bikinifigur nicht wesentlich näher bringen, musste ich mir nun etwas anderes überlegen. Danke Natur...

Das ganze fing so an: Als ich auf Grund chronischer Geldnot den Keller meiner Eltern nach Sachen, die ich auf Ebay verkaufen konnte, durchsuchte, viel mir ein Stepper in die Hände bzw. auf den Fuß.
Meine Eltern kaufen übrigens liebend gerne sämtliche Wundermittel und -Geräte, die Nachts so durch die Teleshopping-Kanäle flimmern. Alles von Pillen, die die Kalorien aus dem Essen saugen, über Supersekundenkleber, mit denen man Menschen mit den Füßen an die Wohnzimmerdecke kleben kann bis hin zu diversen Fitnessgeräten.
Bei letzteren stellen sie dann nach dem ersten Benutzen jedes Mal erneut fest, dass Sport -oh welch Wunder- anstrengend ist, und das Teil landet in irgendeiner Kellerecke und verstaubt.

Als ich gerade auf das Regal kletterte, um die RTL-Shop-Mini-Reise-Hand-Nähmaschine, laut Packungsaufschrift übrigens die beste Nähmaschine der Welt, als weiteres potenzielles Ebay-Verkaufsobjekt in Beschlag zu nehmen, fiel mir mit lautem Krach und begleitet von einem Schmerzensschrei meinerseits etwas auf den Fuß- der Stepper.
D E R Stepper, denn es war nämlich nicht nur irgendein Stepper, sondern vermutlich (ich kenne die Werbung nicht) auch der beste Stepper der Welt, denn dieses High-Tech-Superteil hatte angebaute Gummibänder! Gummibääändeeer!!! Damit kann man gleichzeitig die Arme trainieren...
Ich sah bzw hörte schon die Teleshop-Verkäufer vor meinem geistigen Auge bzw Ohr in den höchsten Tönen dieses Gerät anpreisen und da es soweiso zu schwer war, um es über Ebay zu verschicken, bzw ich persönlcih einfach zu faul bin, so etwas schweres zur Post zu tragen, beschloss ich, es zu behalten.
Es war sicher sowieso ein Wink des Schicksals in Form eines blauen, schmerzenden Zehs, dass mir dieses Teil in die Hände/ auf den Fuß fiel. Mutter Natur hatte mir soeben eine neue Alternative zu meinen Extremsportarten gegeben. Immerhin kann man währenddessen fernsehen.

Nachdem mein Zeh einen interessanten Farbwandel von schwarz-blau über grün bis hin zu gelb durchgemacht hatte und mittlerweile weniger schmerzte und mein Vater das bei dem Sturz aus dem Regal vom Stepper abgefallene Plastikteil mit seinem Super-Sekundenkleber wieder befestigt hatte, konnte ich vor einigen Tagen also endlich loslegen.

Es war zugegebenermaßen etwas frustrierend. Das hochmoderne Sportgerät verfügt selbstverständlich über ein Display, dass unter anderem den Kalorienverbrauch anzeigt. Nachdem ich nach erschreckenderweise nicht einmal 5 Minuten mehr tot als lebendig, Schweiß gebadet und nach Luft schnappend vom Stepper fiel, hatte ich laut Anzeige grade einmal 30 Kalorien verbrannt.
Und nochdazu hatte ich das Gerät sogar betrogen, indem ich die High-Tech-Innovation, die Gummibääändeeer, einfach nur in den Händen hielt anstatt damit zu trainieren. Und sogar das wurde mir nach schätzungsweise zwei Minuten zu anstrengend.
30 Kalorien in 5 Minuten....Das war nur ein Drittel der Energie, die ich kurz vorher in Form eines Duplos in mich hineingestopft hatte. Und dafür habe ich vermutlich nicht einmal 5 Sekunden gebraucht. Andersrum wäre es mir wensentlich lieber.
Nochmal Danke, Natur...

Seither (seit 2 oder 3 Tagen erst, aber immerhin) habe ich trotzdem fleißig täglich ein paar quälende Minuten diesem neuen Sport gewidmet. Ich bin mir sicher meine Couch vermisst mich in dieser Zeit genauso sehr wie ich sie, aber ohne Fleiß kein Preis.
Ich habe der in meinem vorherigen Eintrag genauestens beschriebenen Kraterlandschaft auf meinen Oberschenkeln und meinem Vollmond-ähnlichen Hinterteil den Krieg erklärt und ich werde kämpfen bis einer von uns beiden aufgibt. Vermutlich ich.
Danke mangelnde Disziplin.

Aber im Moment, nachdem ich mich wieder einmal erfolgreich geqäult habe, jetzt übrigens sogar fast 20 Minuten und sogar größtenteils ohne die Wunder-Gummibänder einfach auf dem Boden liegen zu lassen, fühle ich mich top motiviert und wie Pudding.
Klug, wie ich nunmal bin, habe ich aber zum Glück in weiser Vorraussicht mein Folterinstrument so hingestellt, dass ich danach direkt auf die geliebte Couch plumpsen kann, ohne meine Pudding-Beinmuskeln danach noch zu zwingen, mich durchs halbe Zimmer zu tragen. Ich bin sooo gütig....

Von dem ganzen Pudding-Gerede kriege ich Hunger. Pudding essen ist wesentlich schöner als sich wie Pudding zu fühlen, aber wenn ich jetzt Pudding esssen würde, müsste ich morgen vor lauter Frust darüber wieder ein Maxi-Menü mit Cola und Mayonaise holen (siehe letzter Eintrag). Ein Teufelskreis.
Darum werde ich jezt das Internet nach tollen Diät-Tipps und Bildern von dünnen Frauen durchforsten um wieder ein kleines bisschen Motivation zu kriegen.

Und eventuell sogar nochmal auf den Stepper hüpfen. Und selbstverständlich werde ich die Welt über meine Diät-Erfolge und -Niederlagen weiterhin auf dem Laufenden halten...

21.5.08 15:13


Mein Hirn ist meine Problemzone...

... das behauptet zumindest mein fresssüchtiger Mitbewohner.

Tatsächlich habe ich aber viele Problemzonen, genauer gesagt bin ich eine einzige riesige Problemzone, wobei mein Hirn wohl dabei das kleinste Übel ist. Zumindest ist es eine der wenigen Stellen, an denen ich nicht abnehmen will. Es gibt da durchaus schlimmere Stellen:

Vorgestern, beim Blick in den Nachthimmel ist mir nämlcih folgendes aufgefallen: Mein Allerwertester weist verblüffende Ähnlichkeiten zum Vollmond auf, weiß, rund und übersäht mit Kratern. 
Und da ich mein Dasein als Erd-Trabant nun beenden möchte, habe ich beschlossen, den Fettpölsterchen den Kampf anzusagen.

Es ist ja nicht so, dass ich mordsmäßig übergewichtig wäre, und da ich, seit ich nicht mehr zuhause wohne, mein weniges Geld eher in Zigaretten, Kaffee und Benzin investiere als in die leckeren Verlockungen von Burger King und Co., konnte ich mir diesen Winter auch nicht den berüchtigten Speck anfressen. Daher bin ich momentan auch mehr oder weniger zufrieden.
Eher weniger. Und auch nur in Klamotten.
Doch nun steht der Sommer bevor, und da meine Oberschenkel einer Kraterlandschaft gleichen, kann ich mich aus Rücksicht auf meine Mitmenschen selbstverständlich (noch) nicht in Bikini und Minirock zeigen. Ich möchte ja nicht, dass halb München bald an Augenkrebs erkrankt.

Daher ziehe ich nun in den Krieg gegen das Fett. Die Kriegserklärung ist zwar schon länger her, allerdings neige ich dazu, den wirklichen Kampf täglich auf den nächsten Tag zu verschieben. Zugegeben, eine etwas ineffiziente Taktik.
Doch da ich meine Bikinifigur nicht erst erreichen will, wenn der Sommer längst wieder vorbei ist, und nun der Juni vor der Tür steht, habe ich vor einigen Tagen fleißig mit meinem Kampf begonnen.

Mit Rückschlägen. Vorgestern wurde meine Oma 75 und das kann man sich so vorstellen: ca. 20 alte Frauen auf einem Haufen, von denen jede mindestens einen Kuchen bzw. Torte gebacken hat. Fantastische Kuchen, denn die alten Damen hatten ja mindestens 50 Jahre Zeit, backen zu üben. Und ich, ausgehungert nach zwei Tagen Null-Diät mittend drin... Ein Wunder, dass ich mich nicht gleich in diesen Köstlichkeiten gewälzt habe, sondern ganz gesittet ein Stück nach dem anderen in mich reinschaufelte. Ich fühlte mich wie im Schlaraffenland.
Darüber war ich dann aber leider so frustriert, dass ich mir am nächsten Tag zum Trost ein BigMäc Maxi Menü mit Cola und Mayonaise genehmigen musste.

Doch seit gestern bin ich wieder brav und ernähre mich von Kaffee und Zigaretten. Mir ist durchaus bewusst, dass es wohl auch gesündere Diäten gibt, allerdings bin ich dermaßen ungeduldig, dass ich sofort die Motivation verliere, wenn nicht jeden Tag zumindest ein kleiner Erfolg auf meiner Waage sichtbar ist.
Und außerdem leide ich an erheblichem Disziplin-Mangel. Disziplin habe ich immer nur für höchtens 2 Wochen, und daher muss ich in dieser kanppen Zeit so viel wie möglich abnehmen. Abgesehen davon wartet der Sommer auch nicht drauf, bis ich endlich meine Bikini-Figur erreiche. Frechheit eigentlich.

Möglicherweise hilft es mir ja, hier öffentlich von meiner Diät zu berichten, was ich fortan auch tun werde. Auch wenn mein Gewicht sonst das bestgehütetste Geheimnis der Welt ist, werde  ich es hier verraten. Hier kennt mich ja soweiso keiner.

Also...

...Trommelwirbel....

Gestartet bin ich mit 65,5  und jezt, nach dem Kuchen-Desaster vom Wochenende bin ich nun bei 64,0.
Und wieviel sollen es noch werden? Hm, das kommt drauf an, wann die Dellen in meinen Schenkeln verschwunden sind. Ich sage jetzt mal: mein Ziel ist 57, doch so lange wird die Disziplin sicher nicht halten.

So, genug geschrieben, jetzt hüpfe ich auf meinen Stepper und lasse die Pölsterchen weiter schmelzen....

 

21.5.08 12:40


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